Die letzte Groove

Die letzte Groove in diesem Jahr wird die letzte Groove überhaupt sein. #175 wird das sein. Die Print Ausgabe wird eingestellt, weil das Anzeigengeschäft nicht mehr läuft. Wie auch bei vielen anderen Magazinen, wird unser geliebtes Szene Magazin von diesem Internet gekillt. Die De-Bug gibt es ja schon eine ganze Weile nicht mehr. Als diese eingestellt wurde, dachte ich zum Glück gibt es noch die Groove. Und Jetzt? Das ist schon irgendwie eine kleine Katastrophe, selbst wenn die Groove als Online Medium weiter existieren wird. Die Online Inhalte werden das Magazin niemals ersetzen.

Wann ich meine erste Groove gekauft habe, weiß ich gar nicht mehr genau. Das ist jetzt wahrscheinlich schon etwa 15 Jahre her. Das war die Zeit als ich mit dem Platten kaufen angefangen habe. In unserem Plattenladen in der brandenburgischen Provinz gab es die kostenlose Version der Groove. Nach kurzer Zeit bin ich dann auf die Bezahl-Version umgestiegen. Ich weiß gar nicht, ob damals schon die CD dabei war. Der Kauf der Kiosk-Version hat sich auf jeden Fall schon damals gelohnt. Vorher habe ich auch noch die Raveline gelesen. Nach einiger Zeit habe ich die links liegen gelassen. In Groove war einfach in den meisten Belangen besser.

Nach 15 Jahren Groove lesen verändert sich natürlich auch die Sichtweise auf das Magazin. Als  junger DJ habe ich jedes neue Heft sehnsüchtig erwartet und war auch relativ schnell durch mit dem Lesen. Das hat sich dann mit der Zeit etwas gegeben. Es gab auch immer mal wieder Hefte mit m.M.n. weniger Interessanten Interviews/Inhalten. Vieles begann sich zu wiederholen und wurde mit der Zeit langweilig. Das liegt natürlich auch in der Natur der Sache. Techno ist mittlerweile erwachsen geworden und feiert gerade 30-jähriges Jubiläum. Es ist daher kein Wunder, dass man manchmal denkt, dass schon alles gesagt wurde zum Thema. Und trotzdem trifft mich die Einstellung des Print Heftes relativ hart. Die Groove ist das letzte Print Medium welches ich noch regelmäßig im Kiosk kaufe. Wenn die Groove Geschichte ist, dann ist es meine Zeitungskiosk Karriere wahrscheinlich auch.

Ich bin mal gespannt, wie es mit den Online-Inhalten auf Groove.de weitergeht. Insgesamt erwarte ich aber nicht sehr viel. Lange Online Artikel ließt einfach kaum einer. Kurze Artikel mit etwas Werbung, so läuft das eher. Besser finde ich da den Ansatz vom Print Crowdfunding. Das Transform Magazin macht das zB so. Ein ordentliches Printprodukt mit interessanten Inhalten ganz ohne Werbung.

Maniac

Nach Stranger Things gibt es auf Netflix endlich mal wieder eine Serie, die mich wirklich begeistert. Ich erwähne das hier im Blog, weil das Sounddesign der Serie mehr als nur gelungen ist. Verantwortlich dafür ist Dan Romer, der lange vor allem an Dokumentationen und Kurzfilmen beteiligt war, jetzt aber die ersten ‚größeren‘ Sachen für Netflix gemacht hat und auch am neuen Film ‚Zoe‘ mit Ewan McGregor gearbeitet hat. Bei ihm läuft’s.

9/11/2018

Heute ist wieder der 11.September und es sind mittlerweile 17 Jahre seit dem Anschlag auf die Türme des World Trade Centers vergangen. In New York wird heute wieder den Opfern gedacht. (Live: https://www.ustream.tv/911memorial) Am Abend werden auch wieder die Memorial Lights zu sehen sein. Für mich ist heute auch ein besonderer Tag, denn es ist ein Jahr her, dass ich selbst in New York war. Unter anderem aus diesem Grund verfolge ich auch ein wenig was heute vor Ort passiert, was in Medien geschrieben wird oder was private Leute auf Instagram posten. Ganz interessant finde ich z.B. diesen Augenzeugen Bericht auf Spiegel Online. Die Geschichten rund um diesen einen Tag sind immer wieder beeindruckend. Am meisten präsent sind natürlich die ganzen Geschichten von den Helden dieses Tages und den Opfern des Anschlages. Besonders interessant finde ich aber auch die Geschichten von Menschen, welche durch scheinbar seltsame Zufälle an diesem Tag nicht an ihrem Arbeitsplatz in einem der Bürotürme erschienen sind und ohne Schaden davon gekommen sind.

NYC 11.September 2017

Jorge Caiado – Cycles

Die ersten ‚kühleren‘ Tage haben wir hinter uns, der Herbst steht gefühlt schon vor der Tür, aber bis zum ersten Schnee sollte noch etwas Zeit sein. Ich weiß nicht, wie Jorge Caiado auf das winterliche Cover bei Cycles gekommen ist. Motorad fahren und Schnee sind jedenfalls keine gute Kombination. Die Musik ist aber ziemlich gut und da wird mir eher warm als kalt. Auf der B-Seite gibt es noch einen phantastischen Remix von Mike Huckaby.

Label: Groovement
Release: 07/18